Prognosegespräch, Gazpacho & Fussballabend
Heute war das „Prognosegespräch“ mit Mios Lehrer, Herrn Augostoni. Das ist viel interessanter und aufschlussreicher als das Zeugnis und sehr gut strukturiert.
Dabei ist Mio voll eingebunden in das Gespräch. Es beginnt mit einer Selbsteinschätzung und dann arbeitet man sich durch die Themen. Die Einschätzung seitens des Lehrers und uns war auch die gleiche: Potenzial ist da, aber es gibt noch etwas Arbeit an der Einstellung. Hohe sprachliche Kompetenz, grosses Allgemeinwissen, Sozialkompetenz und allen voran das Potenzial – alles da. Aber am Schluss geht es darum, wie man arbeitet und mit welcher Einstellung man dieser Arbeit begegnet. Und da geht Mio gerade durch eine Phase hindurch. Aber das kriegt er auch hin, keine Frage! Und es ist die 5. Klasse. Da zieht das Anspruchsniveau merklich an und es geht nicht mehr einfach alles so ring.
Am Schluss vereinbaren Lehrer und Schüler die Vorsätze dann schriftlich. Ein bisschen so, wie man in einem Unternehmen (zumindest in manchen) ein „Entwicklungsgespräch“ mit Mitarbeitern führt. Das ist verbindlicher und viel zielführender als einfach eine „Bewertung“, z. B. in Form eines Zeugnisses.
Was ich auch schön finde: Am allerliebsten mag Mio Kunst, allen voran das Zeichnen. Als Kleinkind haben wir Mio auch als unglaublich guten Spieler in Erinnerung. Er konnte sich stundenlang selber mit einem Spielzeug oder einer Aufgabe beschäftigen. Manchmal frage ich mich auch, wie viel die geringere Aufmerksamkeit bzw. die geringere Ausprägung dieser Fähigkeit mit dem Gamen zu tun hat.
Was uns auch sehr gefällt, ist, dass Mios Sozialleben nach der Rückkehr aus den USA förmlich explodiert ist. Seit dem ersten Tag stehen nun wirklich jeden Tag ein paar seiner Jungs vor der Tür oder im Garten. Sie gamen natürlich auch, aber zusammen sind sie in erster Linie draussen im Quartier unterwegs. Was will man mehr? Einfach Jungs sein und rumblödeln.
Am Morgen war ich kurz im Büro. Heute habe ich ebenso schlecht gearbeitet wie gestern. Ich wollte in erster Linie ins Büro, um einen neuen Mitarbeiter zu begrüssen. Wieder ein Spanier. Unser Madrid-Büro wird immer grösser, was ich cool finde. Tolle Stadt, tolle motivierte Leute und – nun spricht der Unternehmer – viel geringere Kosten. Im Büro in Schlieren haben wir nun einen Ruheraum eingerichtet. Das Büro ist ja viel zu gross geworden. Daher konnten wir nun einfach ein paar Tische in ein leeres Zimmer schieben, so dass man ungestört arbeiten kann. Kleiner Aufwand, grosse Wirkung.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen bin ich dann auch gleich wieder nach Hause, um dort noch einen Podcast aufzunehmen. Ich nehme gerade ein paar „auf Halde“ auf, weil nun die Sommerzeit naht mit Ferien und Abwesenheiten. Sonst habe ich dann die ganze Zeit „Podcast-Stress“.
Und dann war auch schon das Elterngespräch. Heute gibt es zum Essen Gazpacho – ein wunderbares Essen, wenn es heiss ist – und dann schauen wir spät noch das Fussballspiel der Schweiz gegen Kanada.