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Alpha & Omega

Das mit dem letzten Tag in den Ferien ist ja immer so eine Sache. Eigentlich will ich dann immer nur nach Hause. Unser Flieger heute ging aber erst um halb fünf beziehungsweise um sechs wegen der üblichen Verspätungen. Um etwas zu unternehmen, waren wir zu müde. Die drei Tage Athener Leben zeigen ihre Wirkung.

Wie nun jeden Morgen findet sich die Truppe in einem Kaffee unweit der Wohnung ein. Wir frühstücken ausgiebig. Und die Kellnerinnen sind auch nett. Nach dem ersten Cappuccino geht es mir besser. Wir ziehen noch einmal los durch die Stadt. Stephan möchte sich eine Ukulele kaufen. Es ist natürlich keine Ukulele, sondern so ein Gitarren-Ding, welche ähnlich wie bei der Evolution der Menschen in Isolation schrumpft und sich wandelt. Und ich vergesse immer den Namen. Auf jeden Fall hat er sich so ein Teil gekauft. Er ist ja auch Musiker. Der Laden befindet sich in einem riesigen Flohmarkt.

Hier zeigt sich auch wieder die hochgradige Überlegenheit von nüchternen Männergruppen in Aktion: Wir schlendern durch die Gassen und Massen, verteilen und verlieren uns, um spontan wieder zusammenzukommen. Ganz ohne Drama und Diskussion. Nach einer Stunde wirken dann alle Märkte und Stände gleich. Es gibt überall in etwa dasselbe. Aber der Markt ist toll. Ich finde eine Sandalen-Manufaktur, wo man sich direkt massgeschneiderte Sandalen fertigen lassen kann. Aber ich lasse meine Füsse in den bestehenden Schlarpen. Wir essen dann noch mittelmässigen Gyros, bevor wir mit einem Bus an den Flughafen fahren. Dort wird nochmals etwas eingekauft. Ich decke mich mit allen bekannten Köstlichkeiten ein, welche die griechische Landwirtschaft produziert: Öl, Ouzo, Honig, Baklava und weitere Süssigkeiten. Und dann darf das Warten und Rumsitzen beginnen.

Der Kopf ist wunderbar leer nach vier Tagen Nichtarbeiten, Ablenkung und frischen Eindrücken. Unsere Kulturreisen sind entspannt geworden. Es gibt überall Möglichkeiten für Pausen und Rückzug. Natürlich geht es auch immer noch mal etwas später ins Bett – Karaoke und so –, aber wir liegen auch einfach stundenlang am Strand, spazieren, laufen spontan auf einen Berg und essen dann vor allem gut. Wir haben wieder so viel gesehen!

Neuerdings organisiert auch mit der Hilfe von KI. Funktioniert super. Ich habe auch ein paar neue Tipps für Podcasts, Bücher und sonstige Ideen aufgeschnappt in den letzten Tagen, was ein schöner Nebeneffekt unserer Reisen und Gespräche ist. Und die Jungs sind einfach auch interessant, wie sie die Welt sehen und was sie so machen. Dies war unsere 18. Reise. Und gefühlt werden sie immer besser. Und damit kann man gut zusammen älter, weisser und reifer werden.

Nun sitze ich im Flugzeug und ordne meine Gedanken. Das geht irgendwie gut im Flieger. Es ist Zeit für was Neues. 10 Jahre Axpo. 9 Jahre Pexapark. Ich habe Lust auf was Neues und ein paar konkrete Ideen. Darüber wälze und rede ich nun schon seit Längerem. Es ist gereift. Mal wieder Omega, wenn wir schon in Griechenland sind. Alpha ahoi!

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hans.muster@beispiel.com
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