Faul am Rhein & Faul auf Sofa
Wir verbringen den Grossteil der Wachstunden in der Rhybadi in Dachsen. Auch dort gelbe, verdörrte Wiesen. Vor dem Mittag sind wir fast alleine. Ich trage meinen tollen Beachstuhl aus den USA mit. Darin kann man wunderbar lesen und dösen. Das Wasser ist 25 Grad warm und erstaunlich hoch, aber hat fast keine Strömung. Weil wir uns auf der Rückfahrt wegen einer Baustelle verfahren, finde ich auch heraus, warum: Es gibt flussabwärts in Rheinau eine Sperre beziehungsweise ein Kraftwerk. Dort wird wohl das Wasser gestaut. Zumindest konnte man so wieder von den alten Festungsbunkern ins Wasser springen – eine der grössten Attraktionen dieser Badi.
Und so ist es auch schon wieder 16 Uhr nachmittags, bis wir zu Hause sind. Ich kann mich einfach nur noch auf das Sofa werfen: Sonntagsfaulheit. Anstatt TV zu schauen, schaue ich YouTube, und zwar Outdoor- und Hüttenbauvideos. Das ist für mich zutiefst entspannend. Immer wieder nicke ich weg.
Irgendwann ist dann auch schon wieder Abend. Wir verkochen die litauischen Eierschwämmli, die ich vor Kurzem so gierig in der Migros gekauft habe. Ich stelle mir vor, dass das alte Männchen und Frauchen sind, die in den weiten, flachen Kieferwäldern von Litauen nahe an der russischen Grenze mit Stock und gekrümmtem Rücken kistchenweise diese Eierschwämmli einsammeln. Dem wird wohl nicht so sein. Aber die Dinger kann man ja nicht züchten, oder?
Wir planen noch etwas die letzte Woche vor Ferienende. Keine grossen Pläne. Die Kinder wollen einfach etwas in Wülflingen sein. Es wird nochmals heiss. Ich habe auch noch keine grossen Pläne.