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Soziale Mobilität, Haushaltsdizisplin & nächste Doro Generation

Heute Morgen hat mich ein kleiner Artikel in der NZZ stolz auf die Schweiz gemacht. Es ging um die soziale Mobilität. Und die ist in der Schweiz wirklich gegeben. Herkunft und Familie spielen fast keine Rolle – ähnlich wie nur noch in den skandinavischen Ländern. Darauf kann man wirklich stolz sein! Ein Grund dafür ist auch das gute Berufsausbildungssystem. Man muss nicht ins Gymi oder unbedingt an die Uni. Es gibt viele Wege nach oben.

Ich war bis um sieben Uhr im Büro. Unser USA-Chef geht für zwei Monate in Elternzeit, und das heisst, dass ich nun abends oft noch ein paar Telefonate habe. Momentan geht es gerade darum, zwei neue Mitarbeiter zu finden. Immerhin läuft es gut mit den Kandidaten und vor allem auch Kandidatinnen, wo wir ja im letzten Jahr in den USA wirklich Mühe hatten. Auch sonst hatten wir heute mal richtig gutes Management: Planen und Vorausschauen. Wir wollen unbedingt die Zahlen im Griff behalten, und nun sind wir endlich profitabel. Von dem Pfad wollen wir nicht abkommen.

Auch im Büro dreht sich gerade alles um Fussball. Und Glace. Jedes Meeting und auch jedes Kundengespräch beginnt mit einem kleinen Geplänkel über Fussball. Aber ob ich morgen wirklich um fünf Uhr früh aufstehe für das Spiel Schweiz gegen Algerien? Das scheint mir sowieso ein schwieriger und undankbarer Gegner zu sein. Ich frage mich gerade, wieso ich sogleich negative Assoziationen mit Algerien habe. Ich denke da gleich an aggressive, Haschisch vertickende junge Männer. Aber das ist wohl eine etwas sehr enge Sicht der Dinge...

Lino hat gerade ein kleines neues Miniprojekt. Er will mit zwei Freunden übernächstes Wochenende nach Doro. Am Freitagnachmittag wollen sie los, zuerst eine Nacht in Doro und dann am nächsten Tag am Laghetto campieren. Und dort natürlich fischen und so. Nun plant er. Und natürlich braucht der junge Outdoormann noch neue Ausrüstung. Ich möchte am liebsten auch gleich mit und ich freue mich riesig. Es sieht so aus, als sei die nächste Doro-Generation auf gutem Weg. Wenn es so was wie Lebensziele gibt, dann ist eines davon für mich, Doro an die nächste Generation weiterzugeben. Ich habe schon geheult, als ich Lino zum ersten Mal nach Doro hochgetragen habe. Ich bin dem Ort zutiefst verbunden.

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hans.muster@beispiel.com
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