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Ein schöner Tag, Birgit 48

Heute Morgen früh haben wir kurz den 48. Geburtstag von Birgit gefeiert. Es war irgendwie ungemein schön. Die Kinder kamen schon gestern alle zusammen, um etwas vorzubereiten. Es gab heute Morgen meinen etwas missglückten Orangenkuchen, wir sangen total schief und Nala haben wir auch entsprechend dressiert.

Ich ertappe mich bei dem Gedanken, wie vergänglich alles ist. Warum rege ich mich auf, warum habe ich gestern so verkrampft um dieses und jenes gekämpft? Morgen könnte ich aufstehen und schwer erkranken oder verunfallen oder, noch viel schlimmer, das Gleiche passiert meinen Kindern. Die Zeit ist nicht da, um zu lamentieren. Tue Gutes, liebe deine Mitmenschen, tue es jetzt.

Mit Nala gehe ich im strömenden Regen Gassi. Es hat heute Morgen früh richtig stark geregnet und gedonnert. Die Töss war gleich wieder ein richtiger, tosender Fluss, ihrem Namen entsprechend. Nie im Leben wäre ich heute Morgen sonst rausgegangen. Aber dem Hund sei Dank kriege ich etwas Bewegung. Und es ist eigentlich schön, im Regen zu laufen.

Im Zug kann ich heute gut lesen, keine Ahnung wieso. In London gibt es eine Ausstellung zu Frida Kahlo, das würde Birgit auch gefallen. Und wie immer ist viel los. Krise um Krise, und ein Kommentar schreibt ganz recht: Hört auf mit dem Krisengespräch. Es ist einfach der Normalzustand, entspannt euch und konzentriert euch aufs Wesentliche.

Ich erledige meine Arbeit im Büro, drücke und hebe Gewichte im Studio gleich beim Bahnhof Schlieren und setze mich dann wieder freudig in den Zug nach Hause. Wir haben Besuch von Oma und Opa zu Birgits Geburtstag. Wir fiebern alle etwas mit Kongo mit, aber die Engländer kriegen dann doch noch die Kurve.

Nun soll es bald wieder regnen. Ein schöner Tag.

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