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Der Texasroller läuft wieder. Handyzombies. Birgit back to work.

Ich habe mich heute schon den ganzen Tag darauf gefreut, heute Abend wieder etwas schreiben zu können. Anfangsfreuden!

Seit Birgit wieder arbeitet, sind die Tage entsprechend auch wieder etwas gedrängter. Sie konnte ja nicht direkt zu ihrer alten Arbeit zurückkehren nach unserer Rückkehr aus Texas, weil ein paar Projekte einfach nicht vorankommen wollten. Ihr Arbeitgeber musste sogar eine Person entlassen. Daher hatten wir eigentlich keine grossen Hoffnungen mehr, und Birgit hat sich mit dem Gedanken abgefunden, wieder aktiv etwas Neues zu suchen. Dann kam aber die überraschende Wendung, und so arbeitet sie nun wieder seit zwei Wochen bei ihrem alten Arbeitgebern. Nur ihr alter Fenstersitzplatz ist weg. Und es fehlt ihr noch ein neuer Velohelm. Ihr altes Hightech-Ding – so ein Kragen, der um den Hals getragen wird und sich bei einem Sturz wie ein Airbag aufbläst – lässt sich nicht mehr aufladen. Coole Technik, aber eben etwas anfällig. Den hatten wir extra gekauft, damit ihre Haarpracht nicht in Mitleidenschaft gezogen wird beim Velofahren. Ich schaffe es auch nicht, Lino zum Helmtragen zu überreden. Er fährt mir einfach davon... So viel zur elterlichen Weisungsfähigkeit.

Heute kam endlich der fehlende Adapter für Emmas Elektroroller an. Wir hatten ihren Texas-Roller ja mit dem Container einschiffen lassen, wobei wir aber die Batterie ausbauen mussten. Die haben wir dann aus China nachbestellt, aber so einen XT30-Female-to-Male-Stecker (oder so ähnlich) haben wir mehrmals irgendwie falsch bestellt. Die Female- und Male-Stecker sehen nämlich genau gegenteilig aus, wie man sich das aus biologischer Sicht vorstellen würde: Female ist Male und umgekehrt. Total quer. Wie auch immer, der Stecker ist nun da und Lino hat die Batterie eingebaut.

Morgen hat Nala Geburtstag. Birgit und Mio backen daher Hunde-Muffins. Emma will ihr noch ein Geburtstagshütchen basteln. Das ist dann was für den Blogeintrag von morgen.

Ich war heute vor allem mit Podcasten beschäftigt. Wir produzieren alle zwei Wochen eine Episode, was sich nach nicht viel anhört, aber das Aufrechterhalten des Rhythmus ist dann doch recht streng und manchmal nervenaufreibend. Am Freitag haben mir gleich zwei Gäste kurzfristig abgesagt, und dann gibt es so nervige PR-Abteilungen, welche das Gespräch im Nachgang überprüfen müssen (es gibt echt viele fragwürdige Arbeiten...). Ich habe dafür eigentlich eine Assistentin auf den Philippinen, welche mir der Arbeit hilft, aber die war so lange krankgeschrieben, dass ich sie erst wieder einarbeiten muss.

Oberhalb der Burgstrasse

Mit Birgits Rückkehr zur Arbeit haben wir nun auch einen Gassiplan. Ich gehe immer am Morgen sowie am Montagnachmittag. Alle Kinder müssen einen Nachmittag übernehmen, Birgit dann wieder am Freitag. Auf jeden Fall habe ich mir das so in den Kalender eingetragen und bin heute Nachmittag mal zwischendurch mit ihr los. Wie anders das Publikum um drei Uhr ist! Ich treffe kleine Kita-Kinder mit ihren Red-Bull-trinkenden Betreuerinnen und ich wundere mich über die vielen Handyzombies von der Berufsschule. Wir haben irgendso eine technische Fachhochschule gleich bei uns im Schlosstal, welche wunderbar an der Töss liegt. Die immer etwas klamme Stadt Winterthur hat den Fluss dort sogar etwas renaturalisiert und wunderbare grosse Steintreppen an den Fluss gebaut. Alles sehr nett. Die Berufsschüler nutzen und geniessen den schönen Nachmittag, um alle gleichzeitig in krummer Sitzstellung bei Sonnenschein in ihre Handys zu glotzen. Handyzombies. So trostlos.

Für solche Dinge rufen wir immer Lino

Nun warte ich auf Emmas Rückkehr vom Fussball und ihr Lachen über den wieder laufenden Elektroroller. Darauf freut sie sich schon seit Wochen!

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