Endlich Regen
Endlich regnet es wieder! Uns hat kurz vor sechs Uhr ein Donnergrollen geweckt, dann prasselte der Regen gegen die Jalousien. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal so sehr auf Regen gefreut habe. Wir waren dann aber doch etwas unruhig im Bett: Birgits sonst immer zutreffende Wettervorhersage lag heute leicht daneben. Sie meinte, der Regen komme erst um acht Uhr, dann hätten wir noch Zeit, um den grossen Sonnenschirm reinzuholen. Sie schickte mich dann aber zum Glück doch nicht raus.
Und weil heute Wetterumbruch war, habe ich den Morgenspaziergang auch mal wieder auf unserem Hausberg gemacht und nicht der Töss entlang. Nasse Kieswege, am Waldrand entlang und an vielen Kühen vorbei. Dies ist das erste Mal, seit der Leinenzwang für Hunde weg ist, dass ich wieder meine Runden hier oben mache. Ich geniesse die frische Luft. Unten im Tal erblicke ich die gut gefüllte Autobahn. Alle sind wieder da, alles ist heute Morgen wieder in Bewegung, die Züge sind wieder rappelvoll.
Um 14 Uhr waren meine Nutzungslimiten für Claudes KI schon durchgebrannt. Ich musste mir von Pexaparks IT höhere Limiten freischalten lassen. Das Tool musste den ganzen Vormittag aber auch wirklich schwer schuften für mich. Das ist etwas, was sich in allen Firmen immer mehr wiederholt: Die KI-Nutzung steigt rapide. Was ich heute an Arbeit in vier bis fünf Stunden geleistet habe, hätte mich früher sicher zwei Tage gekostet.
Und damit war der Tag auch schon fast wieder vorbei. Die Highlights waren der Regen und dass ich einfach diese Stunden ungestört arbeiten konnte. Was für ein Luxus!
Emma kam überstolz nach Hause. Heute hat ihre Klassenlehrerin alle gefragt, wie es denn gehe mit den Bewerbungen. Anscheinend kam sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, dass Emma schon fünf Einladungen hat. Einige Schüler haben noch gar nicht angefangen, so zum Beispiel ihre beste Freundin Marta. Mio hat einen Ersatzlehrer bekommen; sein Klassenlehrer hat sich einen Rückenwirbel gebrochen. Lino hatte nichts Grosses zu berichten, alles beim Alten. Er hat nun 42 Unterrichtsstunden pro Woche, was wir wirklich extrem viel finden. Ich mag mich erinnern, dass ich damals 30 oder 33 Schulstunden hatte.