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Wursteln vor Schulstart

Wursteln vor Schulstart

Heute war ein richtiger Wursteltag. Wir waren einfach nur zu Hause: keine Badi, gar nichts. Am Sonntag mache ich mit Nala immer eine etwas grössere Tour, und so habe ich sie heute auf diese Hügelkette vor unserem Haus gejagt. Es sind 200 Höhenmeter und viele, viele Stufen, aber sie mag da gut mit. Ich liebe die Aussicht von dort oben: Man steigt empor von der Stadt, lässt die Autobahn und ihren Lärm hinter sich, bis man oben auf dem Kamm steht und in ein liebliches kleines Tal hinunterschaut.

Die Kinder stehen alle erst spät auf. Mio kann nun auch schon länger schlafen. Und so haben wir bis zehn oder halb elf Ruhe. Wir lesen etwas die lahme Sonntagspresse. Lino war erst um zwei Uhr morgens zu Hause: Er war an einer Party irgendwo auf einem Hügel oberhalb von Kollbrunn. Er kam kurz vorbei, damit wir wissen, dass er wieder da ist. Und so zeichnet sich perspektivisch auch schon wieder ab, wie unsere Nächte sich wieder etwas fragmentieren. Aber es schläft sich besser, wenn man weiss, dass die Kinder wieder zu Hause sind.

Wenn wirklich nichts ansteht, verbringe ich die freie Zeit gerne einfach auch mal etwas am Computer ohne irgendwelche Ziele. Ich bin auf ein Lernprogramm zur Arbeitstechnik gestossen, was es mir ungemein angetan hat. Und dann baue ich Websites, was mit den neuen KI-Tools einfach unglaublich einfach und cool ist.

Was mir an dem Lernprogramm zur Arbeitstechnik so gefiel, ist, wie sie die KI eingeordnet haben: Es braucht zuallererst eine Methodik, wie man arbeitet und seine Notizen sortiert und derlei. Ich habe erst angefangen, aber es ist wieder einmal so etwas, was mich richtig reinziehen wird. Und ja, dann kommt oben drauf die KI, welche die Dinge dann wirklich verändert und maximiert.

Und da will ich wirklich dazulernen: Die KI verändert, wie Kunden sich vorstellen, bedient zu werden (und wie schnell), wie man seine Mitarbeiter managt und wie man die internen Prozesse in einer Firma organisieren kann. Ich ziehe mir diese Methodik nun mal rein, ich habe richtig Lust darauf. Ich blockiere mir dafür zwei Stunden pro Woche bis zum Jahresende.

Am Nachmittag gehe ich nochmals mit Nala laufen. Birgit hat sich gestern das Knie angeschlagen und ist nicht gut zu Fuss unterwegs. Nala geht baden und findet eine kleine Ente, der sie nachschwimmen will. Sie erschöpft sich komplett, indem sie ihr wie eine Getriebene in Kreisen hinterherschwimmt. Sie hat keine Chance, schwimmt und schwimmt einfach. Ich war fast schon etwas fasziniert: Die würde sich wohl echt so weit verausgaben, bis sie absäuft. Danach folgt noch etwas Kettlebell-Training im Garten, wo man sich in zwanzig Minuten auch komplett verausgaben kann. Und dies alles nur mit einer Kugel.

Dann kommt Nora zu Besuch. Sie ist in zwei Stunden vom Seefeld nach Winterthur gefahren. Es gibt eine mittelmässig gute Pizza von mir, irgendwie ist der Teig nicht richtig aufgegangen. Aber es ist schön, Besuch zu haben. Sie hat morgen wie die Kinder auch wieder einen grossen Neustart ins Schuljahr. Das heisst dann auch, dass die langen, grossen Sommerferien nun zu Ende sind: fertig am Abend lange weggehen für Emma, fertig lange ausschlafen. Jetzt geht es wieder los.

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