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Faultheitsdöner. Fussballfieber

Birgit war heute Abend am Letten in Zürich mit einer Freundin. Aufgrund meiner unglaublichen Sommerfaulheit konnte ich heute Abend nicht für die Kinder kochen. Sie fanden es nicht weiter schlimm. Wir haben einen weiteren neuen Dönerladen besucht, den Lino ausgesucht hatte. Lino ass käsige Taco Döner. Auch noch nie gesehen, aber er schwört darauf. Die ganze Stadt war schon im Fussballfieber. Und als wir am Dönern waren, hörte man die halbe Stadt zu den Toren von Ägypten jubeln. Irgendwie waren, glaube ich, alle für die Pyramidenbauer. Hat ja leider nicht geklappt. Ich habe schon die Schweiz im Halbfinal gesehen, nachdem wir die Ägypter aus dem Viertelfinal gehauen haben – und nachdem wir die Kolumbianer erfolgreich geschlagen haben. Wie ihr merkt, schreibe ich dies noch vor dem grossen Spiel. Mit der WM kommt irgendwie dann doch immer das Fussballfieber.

Sonst war ich einfach froh darüber, dass ich meinen Tag gemeistert habe. Wie schon gestern geschrieben, ist die grosse Vorsommerferienmüdigkeit da. Aber ich habe mich dann doch einfach in die Arbeit gestürzt und etwas Gutes gemacht. Es stehen gerade unsere Halbjahresfeedbackrunden an. Was für ein schreckliches Unding von Wort, mir fällt aber gerade nichts Besseres ein. Halt alle sechs Monate wollen wir sicherstellen, dass man sich Zeit nimmt, Revue passieren zu lassen, was gut ging und was weniger gut ging. Und so habe ich heute, glaube ich, fast vier Stunden lang nachgedacht und geschrieben. Ich denke, es zeigt gegenüber dem Mitarbeiter auch Wertschätzung. Auf jeden Fall sind die Rückmeldungen hierzu immer gut. Wer kriegt nicht gerne Feedback? Wobei das ja auch so eine Kunst ist mit dem Feedback.

Im Englischen gibt es ein Sprichwort dazu: „Praise specifically, criticize generally“. Auf Deutsch wäre dies wohl ungefähr: „Lobe konkret, kritisiere allgemein“. Wobei ich bei der Kritik eigentlich immer versuche, genau ein konkretes Beispiel zu nennen. Es ist auf jeden Fall eine diffizile Angelegenheit. Ich merke ja auch selber bei mir, wie ich auf Feedback reagiere. Interessanterweise bin ich kritischer geworden, wenn ich Lob erhalte. Bei Kritik braucht es bei mir meistens immer noch eine zweite Gedankenrunde, bevor sie wirklich ankommt.

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