Freitagsmüdigkeit. NZZ, WoZ und Weltwoche.
Freitags bin ich müde. Das muss nichts Schlechtes sein. Es war einfach eine lange, intensive Woche. Wir hatten heute immer noch unsere Managementtagung. Einfach in unserem normalen Büro in Schlieren. Um zwei Uhr war dann endlich Schluss, es sind dann aber noch etliche Telefonate angestanden.
Das letzte Gespräch war mit einer Redaktorin der NZZ. Sie hat meine Posts zu Datencentern gelesen. Sie schreibt gerade eine lange, mehrteilige Serie zu diesem Thema. Ich bin auch darüber gestolpert und fand sie sogar gut. Und so ergab sich ein langes Interview. Ob sie wohl Journalistin geworden ist, weil sie einfach gern schreibt oder weil sie etwas verändern will? Ich denke, dass die meisten Journalisten wohl in Letztere Kategorie fallen. Es besteht irgendeine Agenda (was ok ist!). Letztes Jahr wurde Pexapark im Economist erwähnt, vielleicht „fällt“ nun endlich die NZZ. Finde ich cool.
Wenn ich gleich bei den Medien bin: Im Zug lese ich die WOZ und die Weltwoche. Erstere lese ich, seit ich ins Gymi gehe. Letztere eigentlich nur, wenn ich mich mal wieder fremdschämen wollte. Nun habe ich mir ein Probeabo gezogen. Ich finde den Köppel irgendwie gruselig faszinierend. Heute war wieder so ein Bericht über seinen Moskaubesuch und Atomkriege drin. Ich glaube, sein wichtigstes Ding ist einfach, Anti-Mainstream zu sein – geht fast schon etwas ins Krankhafte. Es scheint jede Woche ein grosser, fiebriger Rundumschlag zu sein. Die WOZ hingegen ist so langweilig links wie eh und je. Ich weiss ebenso genau, was mich erwartet. Wieso ich irgendwie beide Blätter wichtig finde? Sie sind auf ihre Art unbequem. Trotz allem Qualitätsjournalismus der ach so grossen und wichtigen NZZ: Die würde nie kämpfen und sich investigativ durch die Instanzen oder Widerstände boxen und prozessieren, um einen Sachverhalt aufzuklären.
Wie meinte der grässliche Ringier-Chef: Es werden nun drei Medienerzeugnisse überleben. Der Blick, die NZZ und 20 Minuten. On verra.
Wir bestellen Sushi nach Hause. Eine Lieblingsspeise der Kinder. Wir müssen zuerst die Gang von Mio nach Hause schicken. Es lungerten gleich fünf Jungs bei uns im Garten herum. Nun sind alle ausgeflogen: Lino ist im Tennis, Mio und Emma irgendwie im Quartier.
Birgit arbeitet immer noch, oder schon wieder, an ihrem neuen Projekt. Zum Glück kann sie die Überstünden aufschreiben (so was gäbe es bei Pexapark nie). Erst vor ein paar Wochen angefangen, schon wieder voll mittendrin! Bei uns zu Hause stapelt sich gerade alles etwas auf. Wir haben unter der Woche keine Zeit, richtig aufzuräumen. Es ist halt auch noch viel Zeug aus den USA gekommen.
Ich überlege mir schon seit Tagen, dass ich frühmorgens auf das Schnebelhorn möchte. Einmal Kopf durchlüften. Aber ich war heute auch schon so früh wach, vielleicht lasse ich es einfach mal ruhen.