KI, Emma Sportskanone, München Planung.
Ich habe Mühe mit der Hitze. Solange ich heute im Büro war, war alles gut. Aber der Heimweg im stickigen Zug, strampelnd auf dem Velo und draussen Essen, war doch mühsam. Mir war schwindelig und ich wäre am liebsten einfach in unseren neuen Gefrierschrank gestiegen.
Dabei war der Tagesbeginn so schön. Erstensmal ist es schön frisch am Morgen, und dann auch zu beobachten, wie sich die Landschaft gewandelt hat, nun da innert ein, zwei Tagen alles gemäht wurde. Heute konnte man förmlich das Heu riechen. Irgendwie habe ich damit Kindheitserinnerungen assoziiert.
Wir hatten heute einen grossen Workshoptag. Es sind alle eingeflogen, und zusammen im Büro zu arbeiten war wunderbar. Wir besprechen, was wir als Nächstes bauen bzw. weitertreiben. Wir haben über die letzten sechs Monate einen Pexapark AI Chatbot gebaut, mit dem man mit unseren Daten und Texten interagiert. Er ist einfach nur sehr langsam und braucht noch viel mehr Training. Ich verstehe immer mehr – man kann es sprichwörtlich erleben und sehen –, wieso die KI so viel Strom braucht. Die Menge an Daten, die abgefragt und bei jeder Anfrage neu verknüpft werden, ist einfach enorm. Auch müssen wir uns definitiv noch auf ein Modell festlegen. Wohl auch eine folgenschwere Entscheidung? Ich würde ja gerne ein europäisches Modell verwenden, aber es gibt nur eines, das etwas mithalten kann (Mistral aus Frankreich), welches aber stark abfällt gegenüber den anderen Modellen, welche alle aus den USA stammen. Chinas Modelle könnten eine Option sein, aber darüber will ich nun gar nicht gross weiterdenken.
Auf jeden Fall gab es heute einen grossen Grilllunch mit allen Mitarbeitern, was einfach schön war. Eine Arbeitskollegin kam mit ihrem fetten 10-kg-Babybomber vorbei, um Hallo zu sagen. Sie kommt nach den Sommerferien wieder zurück zur Arbeit.
Auf dem Heimweg habe ich irgendwie im Blickwinkel meines rechten Auges im Vorbeifahren Emma auf einem Elektroroller gesehen. Sie wollte es zuerst nicht sagen, aus was für Gründen auch immer. Auf jeden Fall hat sie sich bei Voi so ein Abo gezogen, seit sie nun wieder ihr Twint zum Laufen gebracht hat. Sie hatte heute Sporttag. Und sie ist super: Sie ist 4.5 m weit gesprungen und 80 m in 11.2 Sekunden gerannt. Das sind richtig gute Werte. Sie sollte mit Leichtathletik beginnen. Mio hatte heute einen Schulausflug. Sie sind zum Bachtelspalt gelaufen. Da waren wir auch schon mal mit den Kids. Das ist ein ganz langer Spalt in einem Nagelfluhgestein. Sieht cool aus und ist spannend für die Kinder. Hat ihm, glaube ich, auch gefallen. Er war einfach sehr müde und dadurch sehr schnell reizbar. Lino muss nur falsch schauen oder ein Wort sagen, da flippt er gleich aus, und dann kommen auch umgehend die Tränen. Lino weiss das natürlich, dass er ihn mit einem Wort trieze kann. Das Gleiche mit Emma. Mio ist gerade etwas unter der Knute im Sinne, dass wir mehr auf seine Hausaufgaben und Schulleistungen schauen. Wie früher Emma hat er noch keinen richtigen Biss entwickelt und wirft immer gleich alles hin beim ersten Widerstand. Dabei kann er es. Lino hat heute wieder nach Bier gefragt am Abendtisch. Das wird nun immer mehr zu einer Gewohnheit, ganz langsam und sachte (so brav wie er ist). Wir bieten ihm selber kein Bier an, aber wenn er fragt, darf er sich eines holen. Was er aber nicht macht. Er hat einfach einen Schluck von Birgits Bier genommen. Er will uns, glaube ich, mehr sagen, dass er nun alt genug ist.
Wir besprechen noch das Wochenende. Mio geht für zwei Nächte zu Raphael. Emma und Lino sind zum ersten Mal alleine. Sie sehen es entspannt und freuen sich. Wir haben heute schon mal vorsorglich viel beim Vietnamesen bestellt, sodass sie nicht nur Ramen essen.