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Kraftleiden, VR-Leiden, Zug-Leiden.

Seit ein paar Wochen habe ich wieder ein Abo für das Krafttraining. Bei Aktivfitness, wo es immer noch so aussieht wie in den 90er-Jahren, als ich zum letzten Mal dort trainiert habe (glaube, darüber habe ich schon geschrieben). Auf jeden Fall bin ich ja vor zwei Jahren oder so aufs Krafttraining gekommen. Zuerst in Winterthur an so einem Automaten mit Trainer, was mir Spass gemacht hat, aber unglaublich teuer war. Dann habe ich in den USA wieder damit angefangen. Auch mit Trainer, aber in der Gruppe. Dort war es auch super „basic“, im Sinne, dass nur 4–5 Übungen gemacht wurden. Ich habe mir ausgemalt, dass das „klassisches griechisches Hanteltraining“ sei. Keine Ahnung, wieso ich die alten Griechen mit Krafttraining assoziiere. Vielleicht, weil ich im Fernsehen bei dieser Sportart immer so dicke, kleine Griechen gesehen habe? Wie auch immer, Krafttraining ist super und tut gut. Und es macht mir Spass, „zu wuchten“: 50 kg stemmen, 130 kg heben, 80 kg drücken. Ich glaube, dass das die richtigen Verben sind. Was ich aber seit Langem schreiben will, ist, dass ich mich dabei, glaube ich, einfach übertun kann. Das spürt man dann gleich 2–3 Tage lang. Einen Trainer zu haben, immerhin gelegentlich, wäre, glaube ich, schon nicht schlecht für die Technik und so.

Heute war unsere dreimonatliche Quartalssitzung. Ein Investor will bzw. muss seinen Anteil an der Firma nun verkaufen. Weil es ihnen wirtschaftlich so schlecht geht, dass sie alles so schnell wie möglich liquidieren müssen. Und Pexapark gehört zum Tafelsilber, leider. Das kommt für uns zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Und dann der Aufwand: Ein möglicher Käufer will auch immer „in die Bücher“ schauen, was einfacher gesagt als getan ist. Es ist ein riesiger Aufwand. Immer etwas los. Das wirtschaftliche Leben ruht nie.

Um vier treffe ich Birgit am Bahnhof Winterthur. Heute geht es ja für ein Wochenende nach München. Die Kinder sind versorgt, für Nala sorgt Lino. Der Zug nach München ist leider immer etwas chaotisch. Die Strecke ist immer komplett ausgebucht, immer verspätet, immer total überfüllt. Es hat viele Touristen, welche Europa bereisen, und die sind natürlich mit ihrem grossen Gepäck unterwegs, für welches es im Zug keinen Platz hat. Und so ist immer Chaos. Und die SBB oder die Bahn verkaufen auch mehr Tickets, als es Platz hat. Das heisst, wenn man ohne Sitzplatzreservierung unterwegs ist, muss man stehen. Nach St. Margrethen beruhigt sich dann alles. Wir fahren am Bodensee entlang, wo sich bedrohlich graue Wolkentürme aufgebaut haben. Man sieht an den Bäumen, dass es stark windet. Dann am Zugfenster, dass der Regen aufzieht. Das angekündigte Sommergewitter.

Wir haben ein Hotel direkt am Bahnhof, das „25hours“. Eine Kette, welche etwas auf hip macht und in immer mehr europäischen Städten auftaucht. Wir kennen es auch aus Zürich. Wir sollten um halb acht ankommen. Und dann gehen wir gleich gut essen. Wie bei unserem letzten Ausflug, wo es nach Mailand ging, steht bei uns gut essen ganz weit oben auf den Aktivitäten.

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