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Kopf & Herz woanders

Kopf & Herz woanders

Ich bin wieder in London. Unser Vertrieb organisiert eine Roadshow, wir haben ein Treffen mit einem potenziellen Partner, heute Abend das Nachtessen mit dem Verwaltungsrat und morgen den ganzen Tag eine Sitzung mit ebenjenen werten Mitgliedern des Verwaltungsrats. Und ich habe mir wieder einen neuen Park im Norden ausgesucht, den ich ablaufen möchte. Nach der schlechten Nacht beim letzten Mal in London, als ich etwas Geld für Pexapark sparen wollte, habe ich mir heute wieder ein ganz normales Hotel gegönnt.

Auf dem Flug nach London war ich dann doch vor allem froh darüber, dass es nun absehbar ist, dass meine Arbeit hier bald endet. Mein Kopf und mein Herz haben sich definitiv neu orientiert.

Der eigentliche Arbeitstag endet gerade. Ich sitze noch etwas im Büro und weiss nicht so recht, was ich mit der Zeit anfangen soll. Noch produktiv arbeiten? Wohl kaum, denn sonst würde ich ja nicht diese Zeilen schreiben. Lesen und etwas Freizeit geniessen? Geht auch nicht wirklich, weil das gemeinsame Verwaltungsratsessen ansteht. Noch schnell in einen Pub? Das wäre in London ja immer eine Option, vor allem bei dieser ausgeprägten lokalen Trinkkultur. Aber ich mag nicht trinken. Ich freue mich im Grunde jetzt schon wieder auf den morgigen Rückflug. Oje, ich merke gerade selbst, wie unmotiviert sich das alles anhört. Man soll nicht klagen, nicht einmal vor sich selbst.

Der Tag ist also noch lange nicht vorbei. Ich muss mir noch kurz überlegen, was ich heute Abend sagen will und wie ich mich morgen geschickt verhalte. Um zehn oder halb elf Uhr wird das Nachtessen dann hoffentlich überstanden sein: Dann radle oder laufe ich zurück ins Hotel und gehe einfach schlafen.

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hans.muster@beispiel.com
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