London. No Sephora. Arbeit.
Ich bin heute in London unterwegs. Nala war etwas verwirrt. Erstens, weil es zu früh fürs Gassi war, dann, weil doch kein Gassi kam. Ich bin jeweils immer zu früh am Flughafen; vom Flughafenbahnhof bis zum Gate sind es vielfach nur 10 Minuten. Das Problem ist mehr, dass man sich nie so sicher sein kann. Und wie immer in Zürich hebt der Flieger dann mit viel Verspätung ab.
Heute bin ich mal nach Gatwick geflogen. London hat irgendwie 10 Flughäfen. Gatwick liegt eine Stunde Zugfahrt im Süden der Metropole. Was man an Flugkosten spart, zahlt man fürs Zugbillett sowie mit Zeit drauf. Es ist auch nicht so, dass das Zugfahren hier besonders toll ist. Nächstes Mal nehme ich wieder die altbekannte Route.
Im Büro hatten sich ganze drei Seelen verloren. Das ist doch schon etwas ein Trauerspiel mit dem Homeoffice. Kackt mich irgendwie an, wenn ich regelmässig vorbeikomme und niemand da ist.
London ist wie immer geschäftig. Gefühlt laufen alle hier einen Zacken schneller umher als in Zürich, welches ja auch eine geschäftige Stadt ist. Die Gehsteige sind so was von überlaufen, man muss richtig achtgeben. Und eigentlich gibt es hier, glaube ich, keine Engländer mehr. Aber ich finde es immer noch eine super coole Stadt.
Ich bin heute als Gastredner bei einer grossen Bankveranstaltung eingeladen. War ganz ok, aber etwas spröde. Aber es war super Werbung für uns, und ein bisschen Netzwerken gehört einfach dazu. Ich habe sicher 2–3 gute neue Leads, neue Möglichkeiten, durch den heutigen Besuch aufgegabelt.
Eigentlich hätte ich noch in unseren Lieblingskleiderladen gehen wollen, aber der hat schon um 6 zu. So sitze ich in meinem kleinen Hotelzimmer und schreibe diese Zeilen, während mein Handy am Aufladen ist. Es hält keine 12 Stunden mehr aus. Ich war gestern in so einem Handy-Repair-Shop in Schlieren. Die bauen mir nun eine neue Batterie ein. Ich brauche kein neues, bin ganz zufrieden; ich will mich einfach tagsüber nicht um die Batterie kümmern müssen.
Ich telefoniere noch etwas mit Emma und Birgit, welche mich dazu bringen wollen, dass ich zu Sephora gehe. Emma schickt mir dann ganz viele WhatsApp-Nachrichten mit all den Produkten, die sie mag...
Ich sehe gerade nur Arbeit vor mir und bin froh, wenn die nächste Woche mit all den Abgaben und Treffen zu Ende geht. Aber nun suche ich mir was Gutes zum Essen.