Parkrunde. Bao-Sandwiches. Weekend Vorfreude.
Irgendwie habe ich es heute Morgen doch geschafft, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und meine Joggingschuhe anzuziehen. Aber unterwegs habe ich dann gemerkt, dass mir doch nicht so zum Laufen ist. Nach 3 km war schon Schluss. Aber es tat trotzdem gut, etwas im Park zu laufen. Wie leer London um halb sieben Uhr ist!
Ich fahre in London gerne mit den Mietvelos herum. Die sind aber nun so streng reguliert, dass sie nur noch an bestimmten Punkten parkiert werden dürfen. Das macht auch voll Sinn. Früher standen die überall kreuz und quer. Gefühlt verbringe ich aber mehr Zeit damit, einen Veloparkplatz zu finden, als mit der eigentlichen Velofahrzeit.
Shoreditch ist immer noch ein super Quartier, auch wenn es sich stark gentrifiziert hat. Oder vielleicht auch ein bisschen deshalb? Gestern Abend bin ich nach dem Bloggen noch kurz was essen gegangen. Koreanisch, diese kleinen Bao-Sandwiches sowie viele tolle Vorspeisen. Da ich alleine bin, bleibt mir nichts anderes übrig, als etwas Menschen zu beobachten. Und ich führe immer mein kleines Notizheft mit. Der Versuch, den Kopf zu leeren oder das Flüchtige festzuhalten. Oder einfach etwas zu kritzeln. Ich bestelle ein alkoholfreies Bier und bin immer wieder erstaunt, wie gut die Getränke geworden sind. Nach dem Bier habe ich auch keine Lust mehr auf richtiges Bier.
Heute ist die Zugfahrt etwas entspannter. Ich lese die Zeitung. Der Flughafen Gatwick ist zu 95 % in der Hand von Easyjet. Entsprechend hat es etwas anderes „Volk“ in Gatwick als an den anderen Flughäfen. Es ist hier Tradition, dass man vor dem Abflug noch ordentlich was reinbechert. Täglich müssen mehrere (!) Flieger umkehren oder können nicht starten wegen Betrunkenen. Das ist wirklich so ein Phänomen hier. So eine schlimme Trinkkultur. Immer und überall saufen.
Auch heute wieder viel Verspätung. Ich nehme es gelassen. Im Flieger schlafe ich sofort ein. Ich bin müde, es ist auch Freitag. Leider ist der Nachmittag noch voll mit Arbeit. Und, wie schon geschrieben, die nächste Woche drückt schon. Ich werde morgen auch arbeiten. Manchmal stapelt es sich einfach auf. Es ist meistens weniger schlimm als gedacht, aber es liegt dann doch etwas auf einem. Aber wir haben auch ein tolles Wochenende vor uns. Wir besuchen Freunde zu einem Gartenfest am Samstagabend und ich gehe mit meinen Wanderfreunden am Sonntag irgendwo im Rigigebiet weit laufen.