Special Night
Wenn niemand da ist – keine Frau, keine Kinder –, läuft das bei mir fast immer nach demselben Muster ab. Es führt unweigerlich zu kurzen Nächten. Ich sitze am Computer, schreibe, werkle rum, und richtig ins Bett will ich dann auch nicht. Es läuft die Art von Science-Fiction-Film oder Serie, bei der Birgit dankbar abwinkt und die sie ganz sicher nicht mitmachen muss. Man geniesst die Stille, vertieft sich in irgendwelche Themen, und plötzlich ist es viel zu spät.
Entsprechend gab es heute keinen Wecker und keine meiner normalen Morgenroutinen. Völlig verpennt bin ich erst um halb acht aufgestanden.
Zum Start in den Tag habe ich mir dann die schönen neuen Kleider angezogen, die ich kürzlich in Apulien gekauft habe. Wenn schon ein verpennter Freitag, dann mit Stil.
Mit der Arbeit lief es dann – na ja, nicht ganz so produktiv. Es ist Freitag, und es kann nicht jeder Tag mit voller Pulle laufen. Aus gutem Grund plane ich für den Freitag eigentlich immer nur leichte Arbeit ein. Das passte heute perfekt.
Das wirkliche Highlight des Tages war dann das Treffen am Nachmittag: Ich treffe einen möglichen zukünftigen Geschäfts- bzw. Gründungspartner. Wir führen ein super Gespräch, drei Stunden lang. Ein sehr offenener Austausch und ein toller Abschluss der Woche. Da merkt man wieder, wie viel Energie solche Begegnungen freisetzen können.
Mittlerweile sind zu Hause alle wieder da, vor allem Nala. Sie ist überglücklich und völlig aufgeregt, dass die Familie wieder komplett ist. Morgen geht dann auch für sie die alte Gassi-Routine wieder los.
Ich sitze jetzt hier, bin gerade sehr zufrieden mit meiner Freitagsmüdigkeit, habe den Kopf leer und den Körper müde. Ende gut, alles gut.